Der vollständige Bericht der Kommission

Der vollständige 167-seitige Bericht der externen Kommission zur Aufarbeitung der sexuellen Missbrauchsfälle an der Elly-Heuss-Knapp-Schule in Darmstadt liegt uns jetzt vor und kann als PDF heruntergeladen werden

Wer ihn gelesen hat, kann eigentlich nur sagen, eine Bombe ist eingeschlagen. In klar verständlicher Sprache und mit einer Deutlichkeit, die ihresgleichen sucht, werden sowohl das Tatgeschehen als auch die daraus resultierenden langfristigen Folgen für die Betroffenen mit schonungsloser Offenheit beleuchtet. Das Ausmaß des Versagens der Schulbehörde und vor allem der Staatsanwaltschaft Darmstadt wird in diesem Bericht dermaßen deutlich, dass einem beim Lesen schlecht werden kann. Eltern, Lehrer und Schulleitung, die sich an nichts erinnern können, was ihnen unangenehm sein könnte werden hier durch ihre eigenen Aussagen entlarvt.

© Chr. Kolja(r) Wlazik

bericht_ueber_die_aufarbeitung_der_sexuellen_missbrauchsfaelle_an_schuelern_der_elly-heuss-knapp-schule_in_darmstadt_1964-1992

Dieser Beitrag wurde unter Beiträge - Wissen, E-H-K-S abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Kommentare zu Der vollständige Bericht der Kommission

  1. Julia Wieczorek sagt:

    Diese Schweine allesamt…..mehr kann man dazu nicht sagen! Da vertraut man sein Kind solchen Menschen an….!!! Ich hoffe, sie werden das einmal tausendfach büßen, was sie den armen Kindern angetan haben…!!!

  2. hannelore-bernhardt sagt:

    Eine „Mutter“ die so etwas wußte und nichts unternahm,hat das Wort Mutter nicht verdient!!

  3. Anonymus sagt:

    Ich kannte Erich Buss persönlich, da er der ‚beste väterliche Freund‘ eines Freundes meines gemeinsamen besten Freundes war. Diesen Freund unterstützte Buss auch noch lange, nachdem dieser volljährig und eindeutig heterosexuell war. Seinen Namen habe ich heute, da ich das erste Mal auf den Fall aufmerksam wurde, auch prompt in den auszugsweise veröffentlichten Tagebuchaufzeichnungen von E.B. in taz/fr-online gefunden. Auch dieser Freund hatte gravierende Alkoholprobleme, ob er noch lebt, weiß ich nicht. Auch er war ein vaterlos aufgewachsener, dem E.B. aber bis weit in dessen Erwachsenensein freundschaftlich verbunden blieb (anders, als in den beschriebenen Fällen). Von ihm hatte ich nie direkt etwas erfahren, auch hatte ich nicht den Eindruck, daß er selbst Opfer war, wiewohl er exakt in das Muster paßt. Aber da ich ihm mehrfach bei Sanierungsarbeiten in E.B.s Haus half, kannte ich die dortigen Verhältnisse, sah auch des öfteren (über mehrere Wochen bei der Sanierung, das muß Anfang der achtziger Jahre gewesen sein, E.B. schien das Haus gerade erworben oder geerbt zu haben) Minderjährige, ohne mir allzuviele Gedanken zu machen, zumal ich mit E.B. über Bert Brecht u.a. diskutierte und ihn einen sehr gebildeten Mann fand. Wie dem auch sei, ich habe mir dann den 9-seitigen Abschlußbericht auf ‚aufarbeitung-missbrauch-ehks-darmstadt.de‘ angeschaut und dort erfahren, daß die Staatsanwaltschaft Darmstadt mehrfach und seit 1973 bis einschl. 2005 mehrere Verfahren gar nicht erst eröffnet, widerrechtlich eingestellt oder verschleppt hat, bis Verjährung eintrat. Das finde ich deshalb bemerkenswert, da ich in den neunziger Jahren ganz ähnliche Erfahrungen mit dieser Verbrecherbande gemacht habe (§§ 357, 258a et al. StGB), als ich MEHRERE JAHRE LANG ein Strafverfahren ingang zu bringen versuchte, das einen Schwimmlehrer betraf, der in Darmstadt schulübergreifend eingesetzt war und NACHWEISLICH mehrere hundert Kinder im Schwimmunterricht über ca. 30-40 Jahre lang geschlagen (immerhin: nicht mißbraucht) hatte. Mehrfach wurde das Verfahren eingestellt, bis ich über Klageerzwingungsverfahren etc. eine Anklage in über einem Dutzend WIDERWILLIGST ERMITTELTER Fälle zustande brachte. Auch das Hessische Kultusministerium deckte den Schläger und verhielt sich ebenso als Mittäter im Sinne von §357 StGB, ebenso wie der damalige Darmstädter Schul- und Sportdezernent und teilweise Oberbürgermeister in Personalunion und das Staatliche Schulamt mit mehreren involvierten Schulräten. Und natürlich, wie Rektorin Hager an der Elly-Heuß-Knapp-Schule waren diese und mehrere andere Rektorinnen an Darmstädter Schulen eifrigst bemüht, den Täter zu decken. Wie sich die Verläufe doch gleichen! Ich werde über die Kanzlei Burgsmüller daher demnächst einen entspr. Schriftsatz einerseits zu meinem spärlichen Wissen über Herrn Buss wie auch zu den eben aufgezeigten verbrecherischen Parallelen bei den Ermittlungs- und Kultus-Behörden zur Verfügung stellen. Vielleicht ist ja endlich, nach Pizzagate, den Mißbrauchsfällen in der Kirche und in Sportorganisationen und Saville/BBC der Druck größer geworden, wer weiß. Immerhin hat selbst der damalige Vorsitzende des Darmstädter Kinderschutzbundes den Schläger-‚Lehrer‘ gedeckt … Und daß E.B. Schläger rekrutieren konnte, ohne daß Polizei und Staatsanwaltschaft etwas unternahmen, erinnert mich ebenfalls fatal an Verfolgungen, denen ich im o.g. Verfahren gegen den Schläger ausgesetzt war. Ist Darmstadt bis heute ein Sumpf der organisiert-kriminellen Päderastie?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.