Ehre wem Ehre gebührt

https://www.change.org/p/ehre-wem-ehre-geb%C3%BChrt-an-den-stadtrat-der-stadt-bergisch-gladbach

Petition an die Stadtverordneten
Betr. Ehrennadel in Gold, verliehen durch Sie an Frau Schaitan Hafemann (Name geändert)

Sehr geehrte Stadtverordneten,
mit dieser Petition fordere ich sie auf, Frau Schaitan Hafemann, die für ihre Kinder- und Jugendarbeit mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet wurde, diese Ehrung abzuerkennen.

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In meinem offenen Brief an Sie vom 11.11.2016 bat ich Sie, die Ehrung von
Frau Schaitan Hafemann zu überdenken, bestenfalls zu prüfen. Nachfragen Ihrerseits erhielt ich nicht. Auch keine Antworten. Bereits in einem früheren Schreiben, in dem ich mich an Sie als Stadtrat gewendet habe blieb gänzlich unbeantwortet. Mit einer Ausnahme: Ein CDU-Abgeordneter schrieb, er wolle in dem Fall nicht weiter informiert werden, da die Vorfälle von Darmstadt (Missbrauchsfälle an der Elly-Heuss-Knapp-Schule) nicht seinen Bereich betreffen. Auf meine Antwort, dass er sich da irrt und schauen solle, wer da geehrt wurde, schrieb er mir, er wünsche weitere Informationen, werde selber aber sicher in keiner Weise tätig solange nicht ein Gerichtsurteil oder ähnliches vorliegt, das meine Behauptung belege.
Wie jeder am 11.11.2016 in der Tagespresse lesen konnte, hat die Untersuchungskommission dem Hessischen Kultusminister den Abschlussbericht zu den Missbrauchsfällen in Darmstadt vorgelegt. Der Inhalt wird von den meisten als schockierend beschrieben. Befragt wurden auch Mütter von Betroffenen.
Frau Schaitan Hafemann hat sich zur Aussage vor der Kommission bereit erklärt. Es wurden insgesamt nur drei Mütter befragt. Die Überschrift (Seite 95 des Berichtes) lautet ganz klar „Mütter und Mittäterin“. Obwohl der Bericht anonymisiert ist, muss jedem Leser klar sein, dass es sich bei Mutter 3 um
Frau Schaitan Hafemann handelt. Liest man die Texte über die anderen beiden Mütter, wird man zu dem Schluss kommen, dass es sich bei diesen nicht um Mittäterinnen handelt. Jeder, der im Bericht den Text über Mutter 3 liest, kann nur zu dem Schluss kommen, diese Mutter ist eindeutig eine Mittäterin.
Zu diesem Schluss kommt auch der Autor der Spiegel-Titelgeschichte, Matthias Bartsch. Auch wenn er den Begriff „Mittäterin“ in seinem Bericht in der Samstagsausgabe des Spiegels vom 26.11.2016 nicht verwendet, so schreibt er doch bezugnehmend auf den Bericht:
[…]Manchmal habe Buß ihn dreimal am Tag missbraucht, berichtet Andreas Ratz, Etwa wenn er, mit Wissen seiner Mutter, die Nacht bei seinem Lehrer verbrachte. […]
[…]Die Mutter von Andreas Ratz räumte im Gespräch mit den Juristinnen [der Kommission] ein, dass es klare Hinweise auf sexuelle Übergriffe durch den Lehrer gegeben habe. Auch eine Nachbarin habe sie darauf angesprochen. Die Aussagen der Frau sind verstörend. Mal sagt sie, dass sie die Hinweise nicht richtig wahr genommen habe. Dann erklärt sie, sie habe nicht gewusst, was sie machen sollte. Sie habe Buß für „engagiert und offen“ gehalten und gedacht, dass eine männliche Bezugsperson nach der Trennung von ihrem Ehemann gut für ihre Söhne sei. Sie deutet an, die Möglichkeit sexuellen Missbrauchs dabei nicht ausgeschlossen zu haben. Und trotzdem ließ sie die Jungen zu ihm gehen. […]“
Im Bericht der Kommission wird
Frau Schaitan Hafemann mit diesen Worten zitiert. Abschlussbericht Seite 98:
[…]„Als ich erfuhr, dass der sexuelle Missbrauch an meinem Söhnen öffentlich werden würde, habe ich mit Panik reagiert. […]Da liegt auch meine größte Schuld; denn sicher wären andere Kinder verschont geblieben, wenn ich geredet hätte oder Erich Buß nicht gewarnt hätte.“
Mit dieser „Warnung“ hat
Frau Schaitan Hafemann 1987 verhindert, dass der Täter entlarvt wird. Damit trägt sie die Verantwortung für alle Opfer dieses Serientäters, die es zwischen 1987 und 2003 noch gegeben hat.
In einem Gerichtsverfahren, das
Frau Schaitan Hafemann gegen einer ihrer Söhne geführt hat, unterstreicht
Frau Schaitan Hafemann ihre Glaubwürdigkeit mit einer Eidesstattlichen Erklärung, in der sie behauptet, Ehrenbürgerin ihrer Stadt zu sein. Dieser Unwahrheit enttarnt, wedelt sie noch während der Hauptverhandlung mit ihrer Ehrennadelurkunde herum und lässt durch ihren Anwalt die Glaubwürdigkeit des Opfers (ihres Sohnes!) in Frage stellen.
Ich empfinde dies als einen Missbrauch dieser Ehrung. Nicht zu vergleichen mit dem Feuerwehrmann, der auf Festlichkeiten die ihm zu Recht verliehene Auszeichnung an der Uniform trägt.
Ich möchte ihnen erklären, dass es für mich als Opfer sexualisierter Gewalt unerträglich ist, wenn Menschen, die in einem Bereich derart gegen jegliche Vernunft, Gesetz und Moral verstoßen haben wie
Frau Schaitan Hafemann , in eben diesem Bereich eine öffentliche Ehrung tragen dürfen. Auch empfinde ich es gegenüber allen anderen Trägern dieser Ehrung als Zumutung, so jemand in ihren Reihen zu wissen. Aus diesem Grund fordere ich Sie auf,
Frau Schaitan Hafemann die Ehrung abzuerkennen und ihr die Befugnis zum Tragen der Ehrennadel zu entziehen.
Quellenangabe:
– Den gesamten, vom Kultusminister Hessens, Herrn Prof. Lorz, in Auftrag gegebenen Bericht finden Sie auf der Seite des Hessischen Kultusministeriums: https://kultusministerium.hessen.de/sites/default/files/media/hkm/bericht_ueber_die_aufarbeitung_der_sexuellen_missbrauchsfaelle_an_schuelern_der_elly-heuss-knapp-schule_in_darmstadt_1964-1992.pdf
– Bei Frau Schaitan Hafemann handelt es sich um Mutter 3 von Seite 66 bis 67 des Berichtes.
– Ich bin als Betroffener 3 auf Seite 88 bis 89 des Berichtes zu finden.
– In der Spiegelausgabe vom 26.11.2016 finden sich im Artikel „Vor aller Augen“ ab Seite 46 weitere umfangreiche Informationen zum Thema.
Ich hoffe, dass Sie bald zu einer fundierten Entscheidung kommen und bitte Sie, mir diese mitzuteilen.
Karlstein den 26.11.2016
Andreas Ratz
Karlstein 2
17337 Uckerland
039 853 – 64 509
andreas@das-schweigen-brechen.org
© Andreas Ratz
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