Darüber spricht man nicht

Meinen Mann lernte ich vor etwa 15 Jahren im Internet kennen. Er war und ist klug und belesen, witzig und charmant. Er ist kreativ und spontan, so wie ich, und so verstand es sich irgendwie von selbst, dass wir schon wenige Tage nach dem Kennenlernen zusammen zogen. Es schien, als hätten sich hier Töpfchen und Deckelchen gefunden. Nachdem meine Wohnung zu klein war, zogen wir in ein Haus in der Eifel – weit weg von allem, was Sicherheit und Unterstützung für mich bedeutet hatte.

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Es ist grundsätzlich schwierig, so schnell zusammen zu ziehen und einen Alltag zu teilen. Man hat wenig Gelegenheit, sich von der Schokoladenseite zu zeigen und erstmal seine Stärken zu präsentieren, wenn man 24 Stunden am Tag aufeinander hockt. Die rosarote Brille trübt sich rasch, weil man nur zu schnell – noch bevor aus der ersten Verliebtheit das Gefühl von Vertrautheit und inniger Verbundenheit erwachsen kann – auch die negativen Seiten am anderen zu spüren bekommt.

Bei meinem Mann war das vor allem etwas, das man grob mit dem Begriff Alltagsunfähigkeit umschreiben könnte. Er wollte viel, konnte sich aber nicht dazu aufraffen, für seine Ziele auch etwas zu tun. Er hatte viele Ideen, was er tun könnte oder müsste, aber zu jedem einzelnen Schritt musste er gedrängt, geschoben oder gezogen werden. Selbst Aktivität zu entwickeln fiel im extrem schwer. Dazu kam ein Problem, sich von seiner Mutter abzunabeln und Dinge selbst in die Hand zu nehmen, anstatt sie von ihr – zu ihren Konditionen, die sie immer erst im Nachhinein nannte – lösen zu lassen.

Wir hatten häufig Krach, weil ich mich alleingelassen fühlte und es mich zunehmend Kraft kostete, neben meinem Leben und dem meiner Tochter auch noch das eines erwachsenen Menschen zu organisieren. In manchen Punkten war ich damit hoffnungslos überfordert, z.B. damit, ihn bei seiner Selbstständigkeit zu unterstützen. Es war unmöglich, ihm zuzuarbeiten, denn das hätte erfordert, dass er selbst weiter arbeitet. Aber da schien es eine Schwelle zu geben, die es ihm unmöglich machte, Dinge, die er selbst – oder auch mit Unterstützung von außen – anging, zu einem für ihn befriedigenden Ende zu bringen. Er schien nicht einmal den Anspruch zu haben, irgend etwas gut und richtig zu machen.

Zum ersten Mal kam mir der Verdacht, dass mit ihm etwas nicht stimmte. Auf einer Selbsthilfeseite führten mich Fragebögen für Partner von ADS-kranken Menschen zu der festen Überzeugung, dass er darunter litt. Viel später sollte dies zumindest in Ansätzen bestätigt werden.

Trotz allem haben wir die gemeinsame Zeit – und davon hatten wir eine Menge – sehr genossen. Wir haben viel geredet, waren zärtlich und leidenschaftlich, lebten Partnerschaft und Familie – zumindest versuchten wir es – und scheiterten immer wieder daran. Er spielte nicht gern. Und er bewegte sich nicht gern. Jahrelang spielten wir kein einziges Gesellschaftsspiel, das war nur ohne ihn möglich. Zu Ausflügen musste man ihn überreden und irgendwann schlich sich so etwas ein wie eine unerwünschte Bequemlichkeit. Sie legte sich über uns wie eine zu dicke Decke, unter der man zu ersticken droht und unter der man sich nicht bewegen kann.

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Dass er seine Vergangenheit auf ähnlich teilnahmslose Art gelebt haben musste, zeigte sich als immer mehr alte und unbezahlte Rechnungen auftauchten, bis uns irgendwann nichts mehr anderes übrig blieb als für ihn Insolvenz anzumelden. Darauf und auf seine gelebte Ziellosigkeit folgte, was folgen musste. Das Geschäft lief immer schlechter. Neben meinem Minijob verkaufte ich nun Gebrauchtes auf eBay, er fuhr am Wochenende auf Trödelmärkte und doch gab es Zeiten, in denen wir uns beim Einkauf gerade mal ein Toast und ein bisschen was für drauf leisten konnten. Wir waren pleite.

Zu der Bequemlichkeit und dem finanziellen Druck legte sich eine weitere „Decke“ über uns und nahm uns die Luft zum Atmen: Das Chaos. Damit meine ich nicht Unordnung sondern beinahe schon eine Art Messietum. Da waren zum Einen die vielen Dinge, von denen er sich nicht trennen konnte. Zum Anderen Dinge, die wohlmeinende Menschen uns zum Verkaufen vermachten oder solche, die wir günstig ersteigerten, um sie mit ein wenig Gewinn weiter zu verkaufen. Außerdem landete vor jeder Fahrt der Inhalt des Autos in Garage oder Keller, weil der Wagen ordentlich sein musste. Wie sehr diese Räume vermüllten, sollten wir später noch zu spüren bekommen.

Von Anfang an neigte mein Mann sehr dazu, selbst Dinge, die uns beide angingen oder an denen wir beide gemeinsam arbeiteten, auf seine Art anzugehen. Er sprach wenig darüber und wenn, hatte er seine Entscheidungen meist schon getroffen, ohne mich auch nur ansatzweise dabei zu berücksichtigen. Das schmerzte schon bei Kleinigkeiten, das was jetzt folgen sollte, war allerdings keine mehr und versetzte unserer Beziehung den ersten richtig großen Knacks, an dem wir – und vor allem ich – lange zu knabbern hatten.

Er wollte den LKW-Führerschein zu machen. Klingt zunächst nicht dramatisch und nach einer echten Alternative für jemanden, der keine Ausbildung abgeschlossen hat. Aber dann entschied er gegen meinen ausdrücklichen Wunsch, in den Fernverkehr zu gehen. Nach nur wenigen Monaten, die wir sehr viel und intensiv zusammen waren, saß ich plötzlich mit meinem Kind alleine in der Eifel und wartete darauf, dass mein Mann am Samstag Mittag bis Sonntag um Mitternacht für ein paar Stunden zu Hause war. Meine Einwände wurden abgeschmettert, ignoriert und zum ersten Mal dachte ich über Trennung nach. Ich weiß nicht mehr so genau, was mich dazu bewogen hat, diesen Gedanken nicht zu leben. Vielleicht war es meine Tochter, die gerade erst eine Trennung hatte erleben müssen. Oder die Liebe, die ich immer noch fühlte, obwohl ich mich irgendwie betrogen fühlte um mein Bild von Familie und Partnerschaft, das er so boykottierte. Aber ich wollte nach Hause und das äußerte ich deutlich. Ich wollte in die Nähe meiner Ursprungsfamilie, irgendwohin, wo ich Menschen kannte und erreichen konnte und mich nicht so alleine fühlen musste.

Beim Umzug offenbarte sich das wahre Ausmaß von Chaos und Müll. Berge leerer Flaschen und Gläser, verschimmelte Brotdosen und Thermoskannen, leere und volle Tüten, im Keller Müll wohin das Auge reichte. Ich bekomme heute noch Beklemmungen, wenn ich in einem engen und zu vollen Keller stehe und auch nur ein einziges Teil erblicke, was meiner Meinung nach Müll ist oder auf dem sich Schimmel gebildet hat.

Kurz nach unserem Umzug heirateten wir. Es gab viele Menschen, die sich Sorgen darüber machten. Ich wollte das nicht hören. Ich wollte endlich ein normales Leben führen und hoffte, dass nun bald alles anders würde.

Aber es folgten viele weitere Jahre, die ähnlich liefen, mit dem einzigen Unterschied, dass mein Mann eine feste Anstellung hatte und der finanzielle Druck nicht mehr ganz so groß war. Die Insolvenz lief reibungslos und wenn nicht gerade mal wieder ein Auto oder ein Haushaltsgerät kaputt ging, konnten wir einigermaßen leben. Einige Male wechselte mein Mann den Job, immer wieder landete er – entweder von Vornherein geplant oder nachdem er durch zu bereitwillige Ausnahmen Chefs quasi dazu animiert hatte, im Fernverkehr. Mit jedem Mal wurde die Wunde größer. Ich fühlte mich ungesehen und ungeliebt und wollte ihn trotzdem nicht verlieren.

Als ich schwanger wurde, waren wir überglücklich. Auch wenn mein Mann durch seinen Job die Zeit nicht so mit mir teilen konnte, wie wir uns das beide gewünscht hätten, haben wir sie sehr genossen. Und irgendwie schien nun tatsächlich vieles anders. Zumindest für eine Weile. Wir organisierten uns phasenweise etwas besser und schafften es sogar, uns so etwas wie eine Struktur zu erarbeiten. Aber die Unzufriedenheit des Lebens, das so anders gelebt wird, als es geträumt wurde, die hat mich nie richtig verlassen und kam immer wieder schmerzlich hoch, wenn ich mich in einer Entscheidung übergangen fühlte.

Vielleicht war es meine häufige üble Laune, vielleicht war er auch unzufrieden mit sich selbst und seiner Situation. Erschwerend für uns beide kam hinzu, dass eine Erkrankung meiner Tochter über die Maßen Kraft, Zeit und Nerven kostete. Auf jeden Fall wurde mein Mann immer gereizter, immer cholerischer. Immer öfter rastete er aus, brüllte mich und die Kinder in Grund und Boden. Er hat uns nie geschlagen, aber oft hatte ich den Eindruck, er ist kurz davor.

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Dass er in seiner Kindheit vergewaltigt wurde, erfuhren wir beide zu einem Zeitpunkt, als ich mich entschieden hatte, mich von ihm zu trennen. Das macht man nicht. Man trennt sich nicht von jemandem, den man einmal geliebt hat, genau in dem Moment, in dem er retraumatisiert wird. Ich habe ihm versprochen, dass wir es schaffen. Als Team. Und ihm gesagt, dass ich nicht weiß, ob wir das als Paar nochmal hinkriegen.

Ich konnte schlecht umgehen mit seinem Trauma und tue mich manchmal immer noch schwer. Für Verhaltensweisen, mit denen er mich jahrelang wieder und wieder verletzt hatte, schien es plötzlich eine Entschuldigung zu geben. Es fühlte sich alles so unwirklich an und irgendwie unfair. Ich verstand nicht, dass in allererster Linie er seines Lebens und seiner Fähigkeiten, dieses zu leben, beraubt worden war, zu sehr fühlte ich mich selbst bestohlen.

Trotzdem hielt ich mich an mein Versprechen. Mein Mann arbeitete noch immer überwiegend im Fernverkehr. Hilfe erfuhr er telefonisch von seinem Bruder. War er zu Hause, brütete er mit diesem an einer Selbsthilfeseite nebst Forum. Ich half bei der Umsetzung wo ich konnte. Zu allem Überfluss bedrängte uns seine Mutter, die ihre Mitschuld an seiner Vergewaltigung nicht wahrhaben wollte und so sehr den Wunsch hatte, sich zu rechtfertigen und rein zu waschen, dass sie nicht sah, dass er zu diesem Zeitpunkt keinen Kontakt zu ihr ertragen konnte. Alle meine Versuche, ihn zu schützen, ignorierte sie, versuchte mich als Sprachrohr zu benutzen und belästigte uns mit Anrufen, Mails und an die Kinder gerichtete Post und Päckchen.

Das Thema beherrschte uns, unser bisschen Alltag. Es wurde kaum mehr etwas anderes gesprochen. Mein Mann wurde immer gereizter, schlief schlecht und konnte sich immer schlechter beherrschen. Eine Mail, in der meine Schwiegermutter versuchte, ihm zu erklären, was sie für eine tolle Mutter war, sorgte für seinen Zusammenbruch. Zunächst war er zu Hause. Als er die immer wieder auftauchenden Flashbacks, lebhafte Erinnerungen seiner Vergewaltigung, nicht mehr aushielt, wendete er sich an die Trauma-Ambulanz der Alexianer in Köln und hatte 2 Tage später einen Platz in deren Klinik in Krefeld.

Weg war er. Nur war das dieses Mal eine Erleichterung. Es war ruhiger, es kam wieder Normalität in unseren Alltag, in meinen und den der Kinder. Ich freute mich, ihn am Wochenende zu sehen, ertrug es aber kaum, wenn er dann da war und es immer nur um das eine Thema ging. Er war es, um den sich die letzten Jahre gedreht hatten, nach dessen Nase die letzten Jahre liefen und das nahm und nahm kein Ende.

Als er Klinik- und Rehaaufenthalt hinter sich gebracht hatte, ging das jeden Tag so. Dazu noch arbeiteten wir ja jetzt zusammen an der Selbsthilfeseite. Alte Muster tauchten auf. Er klärte und bestimmte ständig die Seite betreffende Dinge hinter meinem Rücken. Ich war plötzlich wieder außen vor, wurde genötigt, Dinge mit zu tragen, die ich nicht mit tragen wollte, an denen ich zumindest berechtigte Kritik gehabt hätte. Er fegte sie weg in einer Art, dass ich nicht mehr konnte. Ich wollte mir nicht mehr immer sein Ding aufdrücken lassen. Ich wollte Teil meines Lebens sein, meines eigenen, nicht seines. Ich wollte einen Platz in meinem Leben.

Über solche Probleme spricht man nicht. Man hat einen Partner, der alles was er tut mit seiner Vergangenheit rechtfertigt und das monate-, ja sogar jahrelang. Aber man spricht nicht darüber. Man denkt „Verdammt, ich war auch Opfer und trotzdem habe ich mich aufgerappelt. Ich lebe und ich verstecke mich nicht hinter meiner Vergangenheit.“ Aber sagen? Sowas sagt man nicht. Sowas klingt egoistisch und kaltherzig. „Immer dreht sich alles nur noch um das eine Thema“ – wie oft habe ich das gedacht und nie gesagt. Und bin gleichzeitig daran verzweifelt, dass die Probleme zwischen uns immer die gleichen waren, nur dass sie jetzt auch noch kritiklos hingenommen werden mussten.

Relativ rasch nach dem Klinikaufenthalt ging er in Therapie. Zwischen uns änderte das nichts. Nach wie vor tat er so als sei alles in schönster Ordnung. Nach wie vor verzweifelte ich am Gegenteil.

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Sollten denn nie bessere Zeiten kommen? Sollte es nie mehr um UNS gehen? Uns als Familie? Uns als Paar? Wir hatten eine Auszeit – in der es besser lief als all die Monate zuvor. Alte Muster und Verletzungen sorgten dann dafür, dass wir wieder in eine Falle tappten. Ende. Oder doch nicht? Wieder ging es bergauf und ich begann, eine Verbundenheit wahr zu nehmen, wie ich sie lange nicht gespürt hatte. Ich konnte plötzlich wahrnehmen, wie es ihm ging. Ich konnte zulassen, dass er litt und ich verstand, dass das nichts mit mir zu tun hat. Und dass wir uns nur dann verlieren, wenn wir uns loslassen.

Im Moment sind wir wie frisch verliebt. Wir haben beide das Gefühl, als lernten wir uns neu kennen – und wahrscheinlich ist das auch so. Wir haben aufgehört, unsere Wunden zu lecken und angefangen, nach vorne zu schauen. Dass mein Mann sich mittlerweile reflektiert, auch in Situationen, die extrem unangenehm sind, dass er meine Gefühlslage spürt und mir erklären kann, was falsch gelaufen ist, ermöglicht es mir meinerseits, mich zu reflektieren. Und oft sehe ich, dass es alte Verletzungen sind, die mich so oder so reagieren lassen. Und er erkennt, dass es Erinnerungen sind, die mit mir nichts zu tun haben, die ihn explodieren oder ungerecht werden lassen. Wir reden darüber. Das hilft.

Warum ich das schreibe? Wenn es um die Vergewaltigung von Kindern geht, dreht sich medial erstmal alles um das Verbrechen und den/die Täter. Maximal um die Mittäter. Selten um die Opfer und die oft lebenslangen Folgen des Verbrechens, das an ihnen begangen wurde. Sind die Kinder erwachsen, können sie – so sie in der Lage sind, das in Anspruch zu nehmen – sich an den verschiedensten Stellen Hilfe holen. Für Partner und Kinder gibt es solche Hilfen viel zu wenig. Partner/-innen Betroffener müssen zuschauen, wie ihre Kinder leiden, müssen den/die Betroffene/n kindgerecht erklären, sie müssen auffangen, trösten, mit tragen und gehen dabei oft selbst kaputt.

Dass sie auf sich selbst achten, verbietet die Gesellschaft. Sich trennen in einer solchen Situation – das macht man nicht. Aufmerksamkeit einfordern in einer solchen Situation – das macht man nicht. Ein intaktes Familienleben wenigstens für die eigenen Kinder einfordern – unmöglich. Themenwechsel erbitten – wie bitte??? Und so zerbrechen die Angehörigen, die oft vorher schon belastet waren, Stück für Stück, denn da ist niemand mehr, der die Kraft hätte, sie zu stützen.

Mein Appell an die zuständigen Stellen, an Hilfsorganisationen, Jugendämter, Verantwortliche in Politik und Gesundheitswesen: Vergesst uns Angehörige nicht! Denn nur wenn wir Unterstützung bekommen, ist es uns auch möglich, unsere betroffenen Familienmitglieder bestmöglich zu unterstützen und zu schützen.

An alle Angehörigen: Wir sind selbst diejenigen, die wir unsere Gefühle und Zerbrechlichkeit hinten anstellen, um des Benimms wegen, um der gesellschaftlichen Norm willen. Wir sind diejenigen, die unsere eigene Betroffenheit zum Tabuthema machen. Nur wenn wir reden, werden wir gesehen und nur dann kann uns auch geholfen werden.

Auch wir müssen das Schweigen brechen!

 

© Andrea Wlazik

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3 Kommentare zu Darüber spricht man nicht

  1. Pinella Makosch sagt:

    Liebe Andrea, lieber Kolja,
    Ich habe den ganzen Text noch garnicht gelesen, alles auf einmal schaffe ich garnicht.
    Ich habe mit meinem Ehemann Heinz, der sich 2003, ich hatte bereits nach zwölf gemeinsamen Jahren die Flucht ergriffen, das Leben genommen hat, fast dasselbe erlebt.
    So ein toller Mann und es wurde doch immer mehr zur Qual für uns beide weil er manisch-depressiv war und vollgepumpt mit lauter schrecklichen Medikamenten. Kein Arzt hat sich wirklich fähig gefühlt ihm zu helfen, er hat es auch boykottiert.

    Ich grüße Euch herzlich und denke viel an Euch und wünsche Euch endlose Power!

    Pinella

  2. Pinella sagt:

    Ich möchte meinen gestrigen Kommentar noch etwas ergänzen.
    Ich war seinerzeit mit meinem Mann in einer Selbsthilfegruppe für Alkoholabhängige und ihre coabhängigen Angehörigen. Allerdings waren wir beide Betroffene. Leider konnte diese Gruppe nicht so gut mit anderen seelischen Erkrankungen umgehen, hatte regelrecht Angst davor. Trotzdem war es eine gute Unterstützung.
    Ich weiß, dass es in Kliniken teilweise auch Gruppen für Angehörige gibt. Vielleicht wäre das zumindest eine kleine Hilfe für die ansonsten Alleingelassenen. In größeren Städten gibt es auch meistens Kriseninterventionsteams an die man sich im Notfall wenden kann. Hätte ich so eine Hilfe damals in Anspruch genommen, wäre mir wohl manches erspart geblieben.
    Und: Das Schweigen brechen…Das ist wohl die größte Hürde, nehmen wir sie doch so gut es geht gemeinsam!
    Pinella

  3. Detlef sagt:

    Das ist ja echt was einen nah wen man selbst betroffen ist

    Ich kann mit euch fühlen… Danke

    Ich finde das ihr euren Mut,

    Das es endlich kein tabu bleibt in unserer Gesellschaft

    Ist egal wo man hingegen mag

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