07 – Trauma-Bearbeitung und Familie

Ich kann mein Umfeld heute relativ problemlos in ein positives und ein negatives Lager trennen. Auf die positive Seite gehören Lehrer und Beate. Einzelne Lehrer haben damals, im Rahmen ihrer begrenzten Möglichkeiten alles getan, um mir bei der Bewältigung, der damals heftigen Trauma-Symptomen behilflich zu sein. Das was mir aber Beate, damals wie heute, an Hilfe und Kraft schenkt ist gar nicht hoch genug einzuschätzen und ich stehe tief in ihrer Schuld – wenn man in einer derartigen Beziehung überhaupt von Schuld reden kann!

Lieber Leser,

in diesem Beitrag sind einzelne Wörter durch das ersetzen der Buchstaben durch X unkenntlich gemacht. Die Verbreitung dieser Aussagen wurde uns mit Beschluss vom Amtsgericht Siegburg Aktenzeichen: 107 C 68/16 untersagt.

Hier geht es zum Beschluss des Amtsgerichtes

http://das-schweigen-brechen.org/onewebmedia/Gerichtsbeschluss%20Unterlassung%20Kolja.pdf

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Mittwoch 30.09.15

Niemand wird mir in Abrede stellen können, dass mein Weg der Heilung ein höchst offensiver Weg ist. Ich bin bist heute jeden einzelnen Schritt soweit es irgendwie möglich war, öffentlich gegangen. Seit dem 15.08.15 schreibe ich nun täglich einen kurzen Bericht und täglich lesen nicht wenige Menschen hier und auf Facebook https://www.facebook.com/das-schweigen-brechenorg-101873506855243/ was ich so schreibe.

In den letzten Tagen frage ich mich manchmal, ob es nicht genug ist? Aber mein Weg hat mich hier her geführt und ich bin in verdammt kurzer Zeit verdammt weit gekommen. Warum zweifle ich also? Weil ich mich jetzt um die schmutzige Wäsche kümmern muss! Wenn man sich um die Schmutzwäsche kümmert, dann kommt man nicht um hin, auch die verschlissenen Teile und die nicht mehr passenden aus zu Sortieren. Bei der Wäsche, fällt mir das nicht schwer – bei Menschen geht mir das aber nicht so!

© Chr. Kolja(r) Wlazik

Donnerstag 01.10.15

Ich habe No Name (Name geändert) verstoßen! Man könnte auch sagen, wir haben uns im gegenseitigem Einverständnis verstoßen. Unser Verhältnis war schon seit längerem mehr als nur angespannt. Das hat was damit zu tun, dass sie den Thesen von Sarrazin, und AFD folgt, und sich darüber hinaus immer wieder durch Menschenverachtende Äußerungen hervor tut. Ich kann und will aber keine Form von Rassismus dulden, und wenn sie auch aus der eigenen Familie kommt. Aber um des familiären Friedens willen, habe ich immer wieder das Gespräch auf den unterschiedlichsten Ebenen gesucht. Dass ich aber nie wieder etwas mit ihr zu tun haben wollte, wurde mir klar, als ich sie anrief um ihr von meiner Vergewaltigung zu Berichten, und ihr auch erzählte, dass ihre Mutter, die Frau die mir ihre Gene zugemutet hat, davon wusste. Ich denke, jede Beton Wand im sibirischem Winter hätte deutlich mehr Empathie aufgebracht als sie. Ich habe also keine  sehr enge Verwandte, die das große Pech hatte, wesentliche Charakterzüge, der Frau die mir ihre Gene zugemutet hat, mit auf ihren Lebensweg zu bekommen, mehr!

© Chr. Kolja(r) Wlazik

Freitag 02.10.15

Dann ist da noch der jüngere meiner beiden älteren Brüder. Er hat die taz, wegen Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte verklagt, nach dem er selbst den Artikel „Verlorene Jungs“ angestoßen hat. Gott sei Dank ist er mit seiner Klage nicht durchgekommen, die taz hat in allen Punkten Recht bekommen. Der Artikel von Nina Apin und Gabriela Keller ist für uns ein Meilenstein in der Berichterstattung über sexuelle Gewalt. Ich kann mich also nur darüber freuen, dass mein Bruder verloren hat, so leid es mir auch tut. Die taz hat ihm nachträglich das Pseudonym „Anton Rudolf“ zu gebilligt, auch wenn sie das nicht gemusst hätten. Na gut, dann will ich ihm bis auf weiteres diesen Decknamen zubilligen. Er hat in den letzten Monaten den Opfern und Betroffenen von sexueller Gewalt derartigen Schaden zugefügt, das ich zur Zeit jeden Kontakt abgebrochen habe. Im rahmen der Aufarbeitung werde ich mich selbstverständlich auch mit seiner Rolle und seinen Positionen offensiv beschäftigen.

© Chr. Kolja(r) Wlazik

Samstag 03.10.15

Frau Schaitan-Hafeman hat Zeitlebens immer nur ihr eigenes Wohl im Blick gehabt. Xxx xxxxxx xxx xxx Xxxxxxxxxxxxxxxx xxx xxx xxxx xxxxxxxx xx Xxxxx Xxx xxxxxxxxx. Sie hat Zeitlebens alles getan um uns zum schweigen zu bringen. Sie scheute auch nicht davor zurück Ihre Kinder an Erich Buß zu verraten als diese ihn Anzeigen wollten und hat so aktiv den Tot eines ihrer Kinder billigend in kauf genommen. Gott sei Dank, ist nur ein Schaf ermordet worden, aber sie hat damals auf diese Weise verhindert, dass Erich Buß angezeigt wurde. Auch heute tut sie noch alles um uns zum schweigen zu bringen und ist bereit für dieses Ziel ihre Kinder xx xxx xxxxxxxxxxx xxx xxxxxxxxxxxx Xxxx xx xxxxxxx. Jeder Versuch ihr klar zu machen, dass es nicht nur selbstverständlich sondern auch aus ihrer Sicht klug wäre, sich anders zu Verhalten, wurde von ihr mit weiteren Intrigen und Bosheiten beantwortet. Und darum bin ich gezwungen mich jetzt mit ihr zu beschäftigen. Ich werde dies so ausführlich tun wie es mir nur möglich ist und ich werde es öffentlich tun! Bis auf weiteres billige ich ihr noch das Pseudonym „Schaitan-Hafeman“ zu. Aber, wer ihren tatsächlichen Namen erfahren will, der wird ihn rausbekommen können und ich werde nichts tun um das zu erschweren, denn dann müsste ich mich und mein Leben zensieren – und das werde ich auf keinen Fall tun: Niemand wird mich je wieder zum schweigen bringen!

© Chr. Kolja(r) Wlazik

Sonntag 04.10.15

Ich will versuchen zu formulieren, was das Wesentliche auf meinem Weg der Trauma-Bearbeitung ist: Ich kreise mein Trauma ein!

Im Zentrum meiner PTBS steht die Vergewaltigung durch Erich Buß. Ich habe wohl das Glück nur zwei mal vergewaltigt worden zu sein, zumindest weiß ich von keiner weiteren und im Rahmen meiner Trauma-Bearbeitung hat mir meine Psychologin bestätigt, dass eine weitere eher unwahrscheinlich ist. Eigentlich hätte die Vergewaltigung, vor 40 Jahren verarbeitet werden können, wenn das Umfeld entsprechend reagiert hätte. Erich Buß steht im Zentrum und ist mein Trauma! Und doch hätte es keine Posttraumatische Belastungsstörung werden müssen!

Betrachten wir uns also das Umfeld von vor 40 Jahren: Da haben wir die Lehrer, die Schulleiterin Frau Hager, meine Erzeugerin Frau Schaitan-Hafeman (Name geändert), die Lehrer und meine damalige Spieltherapeutin und wertvollste Freundin Beate. Ich kann mein Umfeld heute relativ problemlos in ein positives und ein negatives Lager trennen. Auf die positive Seite gehören Lehrer und Beate. Einzelne Lehrer haben damals, im Rahmen ihrer begrenzten Möglichkeiten alles getan, um mir bei der Bewältigung, der damals heftigen Trauma-Symptomen behilflich zu sein. Das was mir aber Beate, damals wie heute, an Hilfe und Kraft schenkt ist gar nicht hoch genug einzuschätzen und ich stehe tief in ihrer Schuld – wenn man in einer derartigen Beziehung überhaupt von Schuld reden kann!

Auf der negativen Seite haben wir aber als erstes auch wieder die Lehrer: Sie hatten genug Indizien um sehr viel genauer nach zu Fragen. Stattdessen haben sie die Augen verschlossen und einzelne haben ihn gewarnt und gedeckt.

Die Schulleiterin hat es nachweislich gewusst und ihn gedeckt. Es lag in ihrem Verantwortungsbereich zu Handeln, sie hat es aber vorgezogen ihre Schüler dem Vergewaltiger auszuliefern: Schuldig!

Und dann ist da die Frau, die mir ihre Gene zugemutet hat…

© Chr. Kolja(r) Wlazik

Montag 05.10.15

Mein Weg der Heilung besteht jetzt darin, dass negative Umfeld soweit abzuarbeiten, dass ihm die Kraft und die Macht entzogen wird, weiter das Trauma zu nähren.

Die Lehrer ignoriere ich an dieser Stelle mal, da sie im Schulsystem, dass den Täter deckte, auf der untersten Stufe standen. Aber vergessen wir nie, dass auch sie davon gewusst haben mussten, es aber vorzogen nicht genauer nachzufragen.

Intensiver habe ich mich mit der Schulleiterin, Frau Hager beschäftigt. Sie hat es gewusst, und hätte handeln müssen, es wäre ihre Pflicht gewesen. Mein Weg der Bearbeitung bestand darin, ihr einen offenen Brief zu schreiben. Briefe schreiben kann ich relativ gut, und offen sind meine Briefe, weil es darum geht, das Schweigen zu brechen.

Dadurch, dass ich mich schriftlich ausschließlich mit ihrer Rolle beschäftigte, begann ich das System, dass die Täter schützt zu durchschauen, nur wirklich verstehen kann ich es noch immer nicht – aber vielleicht will ich es auch gar nicht verstehen, denn das würde bedeuten, dass ich auch zu vergeben bereit bin: Das bin ich aber nicht!

Vergebung kann es nur geben, wenn es auch Veränderung gibt. Veränderung ist aber nicht das Geschwätz mit der sie sich zu rechtfertigen versuchen. Veränderung kann nur aktiv sein! Das Bedeutet, dass die, die damals derart schwere Schuld auf sich geladen haben, wie es Beispielsweise Frau Hager tat, heute nicht mit einem verstörtem „das habe ich doch alles nicht gewusst und ich hab doch alles getan…“ davon kommen.

Das hört sich auf erschreckende weise so an, wie das Nachkriegsgeschwätz unserer Großeltern: „Wenn das der Führer wüsste!“

© Chr. Kolja(r) Wlazik

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