Regeln

Erklärung/Regeln

Wir bekennen uns zum betroffenen kontrolliertem Ansatz (bkA), wie er von Tauwetter Berlin erarbeitet worden ist und organisieren unsere Selbsthilfearbeit nach diesen Grundsätzen.

Wir lehnen jede Zusammenarbeit mit Rassisten, Rechten Parteien wie AFD, NPD… oder Organisationen ab.

 

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01. Jeder Betroffene hat das alleinige Recht zu entscheiden, wie er mit dem Geschehenen umgeht. Er alleine bestimmt, wie sein Weg aussieht.

02. Jeder Betroffene hat ein Recht, zu jeder Zeit vollumfänglich über die Ergebnisse der Aufarbeitung informiert zu werden.

03. Jeder der von den Vergewaltigungen von Erich Buß betroffen ist, soll ein Recht auf Tagebuch Einsicht haben.

04. Jeder Betroffene hat das Recht anonym zu bleiben.

05. Jeder Betroffene hat ein Recht, Zugang zu unserem Forum zu erhalten es sei denn er zeigt Betroffenen schädigendes Verhalten.

06. Angehörige und Freunde sowie Zeitzeugen erhalten auf Wunsch Zugang zum hierfür vorgesehenen Teil des Forums.

07. Alle Entscheidungen müssen in der Gruppe stattfinden.  Gastautoren haben beratende Funktion…

08. Keiner darf bei Entscheidungen in der Gruppe überstimmt werden, da dies Betroffene wieder zu Verlierern machen würde.

09. Daraus folgt, alle Entscheidungen werden basisdemokratisch getroffen.

10. Jeder spricht in seinem Namen, es sei denn, er ist ausdrücklich von jemandem autorisiert, für diesen zu sprechen.

11. Jeder, der eine Aufgabe übernimmt, muss ersetzbar sein.

12. Durch die Übernahme von Aufgaben und Verantwortung darf niemand in eine Machtposition gebracht werden.

13. Es soll alles für eine möglichst all umfassende Vernetzung aller Betroffenen getan werden.

14. Kein Betroffener darf geschädigt werden.

15. Bei betroffenen schädigendem Verhalten, ist dem hier von Betroffenen beizustehen und wenn möglich und notwendig, eine betroffenen kontrollierte Offensive zu organisiert.

16. Wir solidarisieren uns mit allen Betroffenen von sexualisierter Gewalt.

17. Jeder hat das Recht, sich auszuklinken (vorübergehend, aber auch ganz) wenn er das möchte. Es gibt Zeiten, in denen man sich mit Schönerem beschäftigen kann und muss. Das gilt es zu respektieren.

18. Wir veröffentlichen absolut alle Infos zu den Geschehnissen an der Elly-Heuss-Knapp-Schule, die wir haben, auf unserer Seite.

19. Es werden keine Infos zensiert, damit sich jeder eine eigene Meinung schaffen kann. Ausnahme sind Informationen, die der ausdrücklich gewünschten Anonymität von direkt oder indirekt Betroffenen entgegenstehen.

20. Wir möchten mit unserem Fall Elly-Heuss-Knapp-Schule, der ja exzellent dokumentiert ist, Öffentlichkeitsarbeit machen, um das System „Vergewaltigung von Kindern“ zu verdeutlichen.

21. Wir sind der Meinung, dass jeder von Vergewaltigung (sexualisierter Gewalt) Betroffene Anspruch auf Soforthilfe hat, wenn er diese benötigt. Damit meinen wir sowohl therapeutisch, als auch finanziell.

22. Wir treten grundsätzlich für die (rückwirkende) Aufhebung der Verjährung ein.

23. Wir treten grundsätzlich dafür ein, dass jedes Opfer von Vergewaltigung (sexualisierter Gewalt) Anspruch auf angemessenen Schadensersatz hat.

24. Wir treten dafür ein, dass kein Täter mehr in Schulen oder anderen betreuenden Institutionen arbeiten darf, nur weil er auf Grund der Verjährungsfrist, nach Bekanntwerden seiner Tat nicht mehr zu verurteilen war.

25. Hinter dieser Erklärung stehen alle bei uns Aktiven.

26. Die Regeln können jederzeit erweitert oder verändert werden. Es bedarf dazu der Zustimmung aller Aktiven.