Ich verstehe die Welt nicht mehr oder auch mir reicht es

29 Jun 2015 12:03

Auf Grund vom Beitrag von Anton im offenen Forum – Klage gegen die taz geht klar hervor, das Anton der Kläger gegen die taz ist.

Aus unseren Statuten geht hervor, das jeder Betroffene das Recht hat mit dem Geschehenen Unrecht so um zugehen, wie er es selber entscheidet.

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Die Frage die sich mir stellt ist, ist Anton überhaupt Opfer von Sexueller Gewalt geworden? Klar geäußert hat er sich dazu bisher nicht wirklich, oder doch??

Im Urteil des Landgericht Düsseldorf, das mir vor Veröffentlichung zur Verfügung gestellt wurde, steht auf Seite 16 erster Absatz

……., weil es wie dieser (Anton) behauptet nicht dazu gekommen sei, dass der Lehrer Buß ihn am Genital berührt habe, sondern er dies lediglich versucht habe.

Aus dieser Behauptung die Anton vor Gericht geäußert hat, und ich gehe davon aus das vor Gericht die Wahrheit gesagt wird, geht hervor das dieses nicht der Fall ist, das er zu den Betroffenen zuzählen ist.

Ich habe Anton in den letzten Tagen mehrmals in unserem Emailverkehr gefragt ob er zu den Opfern von Buß gehört oder nicht. Ich erhielt bis jetzt keine Antwort, muss also davon ausgehen, das nach seinen eigenen Aussagen vor Gericht dieses nicht der Fall ist.

Damit entstehen für mich mehre Fragen:

1. Wie kann es sein, das ein nicht Betroffener beim Treffen mit dem Hessischen Kultusminister für die Betroffenen spricht. In diesem Zusammenhang insbesondere, wie kann es sein, das im Vorfeld des Treffens von Anton Wünsche und Anregungen von Betroffenen ignoriert wurden. Oder sogar angesagt wurde was beim Minister zu sagen sei und was nicht. Z. B. ich solle beim Minister nicht sagen ich sei in erster Linie durch Buß beschädigt worden, weil für Entschädigungsansprüche günstiger sei ich würde das Hauptversagen der Elly zuschreiben.

2. Wie kann es sein das ein nicht Betroffener gegenüber der taz Aussagen macht, wie ich hätte Gewalt in unsere Familie getragen, und dann gegen diese eigene Aussage klagt?

3. Wie kann es sein, das ein nicht Betroffener zunächst alles unternimmt, um den taz Artikel zu bewirken, und mich fragt ob ich gegenüber der taz aussagen würde, weil ich ja schließlich im Gegensatz zu ihm Betroffen sei, und dann den Artikel, der das Ziel hatte eine breite Öffentlichkeit für unser Thema zu schaffen, diesen im Nachgang aus dem Netz klagt?

Aus meiner Sicht ist der Artikel wirklich ein wichtiger Meilenstein für uns aber auch für alle anderen Betroffenen von sexualisierter Gewalt gewesen, dieses wurde mir auch von verschiedenen anderen Opferverbänden so bestätigt. Es wurde was erreicht! Zugegebener Maßen auf Initiative von Anton. Aber hat dieser deshalb das Recht nach gut dünken die Sache zu drehen und wenden wie es ihm gerade gefällt, ich denke nein. Ich habe mich auf Anfrage von Anton zur Verfügung gestellt, meine eigen Persönlichkeitsrechte hinter das gemeinsame Interesse von Aufklärung gestellt. Und ich als Betroffener wünsche, das dieser Artikel jetzt und in Zukunft für alle anderen Betroffenen zur Verfügung steht.

Anton hat mich gestern per Mail abgemahnt, und weitere Rechtliche Schritte angedroht wenn ich den Artikel nicht von meiner Seite lösche bzw. Aussagen über ihn, die er gegenüber der taz selber gemacht hat zu schwärzen. Unter anderem die Aussage ich hätte Gewalt in die Familie getragen????????? Diese Aussage betrifft doch mich, oder. Und nicht ich habe sie verbreitet, und nicht Nina hat sich das ausgedacht.

Ich sehe im Verhalten von Anton mittlerweile eindeutig Betroffenen schädigendes Verhalten, und dieses möchte ich nicht hinnehmen.

Anton hat per Mail Aussagen gemacht wie – es gibt auch ein Recht auf Vergessen –

Sorry wenn ich da gar nichts mehr verstehe, erst Jahrelang für Veröffentlichung, Aufarbeitung und gegen Vergessen kämpfen, und dann so was. Das muss ich nicht verstehen, oder.

Nein ich will nicht das erneut vergessen wird, das sich Mitwisser und Täter Unterstützer wieder in der Vergessenheit verstecken können. Ich möchte öffentliche, offene Aufklärung des Geschehenen. Ich möchte nicht das Nicht Betroffene für mich sprechen. Ich möchte mich nicht den Wankelmütigen Kursänderungen von Anton unterwerfen. Ich möchte auch nicht weiter zu sehen wie von Anton immer wieder falsche Tatsachen und Infos verbreitet werden, z. B. Opferentschädigung 10.000,- auf seiner Seite.

Auch frage ich mich wer steht hinter der Interessengemeinschaft „verlorene Jungs Info“ das geht aus der Seite von Anton nicht hervor. Gibt es auch nur einen Betroffenen, der das was Anton auf seiner Seite gerade veröffentlicht, und in der Vergangenheit veröffentlicht hat, mit trägt??

Anton erklärte mir gegenüber, das ich den taz Artikel schwärzen soll, weil er annimmt, dadurch bei Google gefunden zu werden, und das ein in Zusammenhang bringen von seinem Klarnamen für ihn Geschäftsschädigend sein könne. Wenn ich Anton mit Klarnamen Google, erscheint als erster Eintrag www.verlorene-jungs.info ???????????????

Anton hat in der Vergangenheit und bis heute sich geweigert Kontakt zu anderen ihn Bekannten Geschädigten herzustellen, nicht einmal Mails wurden weitergeleitet, auch das bewerte ich als Betroffenen schädigendes Verhalten.

Lieber Anton

bei allem Respekt des von dir geleisteten, möchte ich dich auffordern, weitere Aktivitäten in diesem Fall, einzustellen, da aus meiner Sicht jetzt ausschließlich direkt Betroffene zur weiteren Vorgehensweise gehört werden sollten.

Sollte es sich bei Deiner Seite nicht um eine Seite von Betroffenen handeln, was zwar suggeriert aber nirgends belegt wird, fordre ich dich auf diese Offline zu nehmen.

Ich möchte nicht weiter mit Schmäh Mails von dir belegt werden, das ist Betroffen schädigendes Verhalten. Ich möchte von dir nicht verklagt werden, das ist Betroffenen schädigendes Verhalten.

Ich verstehe deine Ziele und Vorgehensweise in keiner Weise mehr. Ich möchte hiermit vorschlagen, das Du innerhalb dieses Forums zum Familienangehörigen gemacht wirst, damit hast Du weiter die Möglichkeit mit zu reden, aber hast keinen Zugang mehr zum Betroffenen Bereich.

Viele Grüße

© Andreas Ratz

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1. Jul 2015 17:17

Im großen und ganzen, stimme ich Dir zu. Nicht Betroffene können nicht für Betroffene sprechen, es sei denn, sie wurden ausdrücklich dazu autorisiert. Ob wir vermuten, dass er betroffen ist oder ob wir davon ausgehen, dass er es nicht ist, ist unerheblich. Und da er vor Gericht ausgesagt hat, dass er nicht Opfer von sexueller Gewalt gewesen sei – und wir an Personen, die öffentlich Verantwortung übernehmen, besonderer Anforderungen stellen müssen, können wir ihm den Zugang zum Betroffenen Bereich nicht gewähren. Der Betroffenen Bereich ist ein absolut geschützter Raum und das hat oberste Priorität. Auch haben wir uns auferlegt, das die Belange der Betroffenen vor allen anderen kommen. Also kann er nur als Angehöriger gesehen werden.

Das er die taz verklagt, und dir als Seitenbetreiber mit Klage droht, wenn Du dich nicht seinem Willen beugst ist nicht hinnehmbar und kann nur als Betroffenen schädigendes Verhalten eingeordnet werden!

© Chr. Kolja(r) Wlazik

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